Monferrato Rosso DOC Cuvée, 2021 I Castello di Tassarolo
18,60 €/1 l · Preis inkl. MwSt.
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Italien-Landwirtschaft
Winzerin Massimiliana Spinola:"Um diesen Wein zu erhalten, der sich durch das absolute Fehlen jeglichen Schwefelzusatzes auszeichnet, war der Verschnitt von Cabernet Sauvignon mit Barbera von grundlegender Bedeutung. Diese Cuvée verleiht dem Wein nicht nur ein komplexes Bouquet und einen reichhaltigen und anhaltenden Geschmack. Sie gibt ihm auch eine Struktur mit einer deutlich, aber nicht aufdringlichen Tanninkomponente, die ihn ohne zusätzliche Konservierungsmittel tragen kann. Die sorgfältige und ständige Überwachtung des Prozesses in jeder Phase vervollständigt so das Werk der Natur." Dem ist letztlich nicht mehr hinzuzufügen, höchstens noch: Ein Wein, den Sie unbedingt probieren sollten.
Da durch den Verzicht auf jegliche Schwefelung es nach dem Öffnen der Flasche zur Oxidation des Weines kommt, empfehlen wir, die geöffnete Flasche innerhalb von zwei Tagen zu genießen.
Rebsorte: 70 % Barbera, 30% Cabernet Sauvignon | Alkoholgehalt: 13,5 % | Anbaugebiet: Ausgewählte Weinberge in der Gemeinde Tassarolo, die im Erzeugungsgebiet von Gavi DOCG, im Piemonte, liegen. Der Boden ist mergelig, schluffig-lehmig, mit einem guten Gehalt an organischer Substanz dank der Verwendung von Gründüngung, biodynamischen Präparaten und biodynamischer Bewirtschaftung. Höhenlage: 300 m ü.d.M. | Herstellung: Späte Ernte, sanfte Pressung und schonende Verarbeitung unter Beachtung der biodynamischen Kellerarbeiten. Lagerung auf den eigenen Hefen (Spontanvergärung) von den eigenen Trauben. Gesamtsäure nur 5,5%, es wird im ganzen Weinbereitungsprozess kein Sulfit eingesetzt | Beschreibung: Rubinrot mit Tendenz zu Purpur mit granatroten Reflexen. Das Bouquet ist breit, unmittelbar und weinig-ätherisch. In der Nase enorm fruchtig, Duft nach Waldbeeren und Kirschen. Am Gaumen wunderschön weich und rund, mürbe Gerbstoffe und ein würziges Finale. Sehr lange lagerfähig | Trinktemperatur: 18° - 20° C | Gastronomische Empfehlung: Passt gut zu Fleischgerichten, zu Geschmortem, zu würzigen Gemüse- und Pasta- oder Reisgerichten, fein auch zu gereiften Käsen | Verschluss: Naturkork | Vegan: ja
Enthält Sulfite
Castello di Tassarolo, Piemonte
Tassarolo, Piemonte
Die Familie Spinola
ist eine der ältesten historischen Familien in Europa. Ihre Ursprünge gehen auf das Jahr 900 zurück und sind von der Bedeutung her mit den Medici in Florenz vergleichbar. Zur Familie gehören Schiffseigner, Kardinäle, Dogen der Republik Genua, Bankiers und Generäle.
Das Schloss Tassarolo steht im Zentrum der antiken Festungen, die einst den riesigen Landbesitz der Familie Spinola, den Spinolino-Staat, verteidigten. Viele Jahrhunderte lang kontrollierte die Familie Spinola mit diesen Festungen den einzigen Durchgang zwischen der Republik Genua und dem europäischen Kontinent.
Ihre Wirtschaft beruhte auf der Erhebung von Steuern auf das Durchfahrtsrecht. Es wurden riesige Geldsummen eingenommen, mit denen die Spinola-Familie zahlreiche Unternehmen und Expeditionen finanzierte. So wurde beispielsweise Christoph Kolumbus in Lissabon von der Spinola-Gesellschaft angeworben, die später einen Teil der Kosten für seine Entdeckungsreise nach Amerika übernahm.
Der Großvater der heutigen Winzerin besaß ein riesiges Landgut in der Gegend von Gavi, rund um das Schloss Tassarolo. Es ist bis heute ein überlebendes Fragment des ehemaligen Staates Spinolino. Heute also die Heimat des Weingutes Castello di Tassarolo.
Die heutige Winzerin Massimiliana Spinola
"Ich wollte mich nie an die "Spielregeln" halten, eine Einstellung, die für diejenigen, die an die Genetik glauben, erblich sein könnte", sagt Massimiliana Spinola. Ihr Vater Paolo Spinola verließ Genua sehr früh (in den 60er Jahren), um eine Karriere als Filmregisseur in Rom zu beginnen. Massimiliana erlebte die Welt des Kinos mit, und später (1975) auch den Wechsel des Vaters hin zur Weinproduktion, die er zusammen mit seinem Bruder betrieb.
Für Massimiliana waren das unbeschwerte Jahre auf dem Weingut, in dunklen Weinkellern, in ausgedehnten Parks. Aber mit den "Spielregeln" hatte sie so ihre Probleme.
Nach ihrem Studium widmete sich Massimiliana der Kunst, reiste durch die Welt und lebte und arbeitete als Künstlerin in New York und London. Die Verbindung zum Weinbau des Vaters riss aber nie ab. Als sie 2005 ihr Vater zur Ruhe setzen wollte, war Massimiliana sofort klar, dass die Übernahme des Weingutes ihr nächstes "Kunstwerk" sein könnte. An diesem Ort wollte sie ihre Werte und Ideale zum Ausdruck bringen. Hier konnte sie das Leben zu ihrer Schöpfung machen. Die Umstellung auf biodynamische Landwirtschaft war ein Jahr nach ihrer Ankunft ein obligatorischer Schritt in dieser Entwicklung.
Den Betrieb leitet sie zusammen mit Bonifacio Spinola, einem entfernten Verwandten (der aber näher als ein Bruder ist), und Miri Velli, ein strenger, aber fairer Berater, Kellermeister und Weinbergsleiter, der seine Wurzeln und sein Herz in das Unternehmen gesteckt hat
Alle Fotos: Castello di Tassarolo, Massimiliana Spinola
Datenblatt
- Länder:
- Italien
- Weinfarbe:
- rot
- Regionen:
- Piemonte
- Rebsorten rot:
- Barbera und Cabernet Sauvignon
- Besondere Eigenschaften:
- Schwefelfreie
- Winzernamen Italien:
- Castello di Tassarolo
