Dolcetto d'Alba DOC 2020, TENUTA CUCCO
22,59 €/1 l · Preis inkl. MwSt.
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Dolcetto ist eine rote Rebsorte, die vornehmlich im italienischen Piemont angebaut wird. Hier gehört sie neben Nebbiolo und Barbera zu den wichtigsten roten Rebsorten. Besonders der Dolcetto d'Alba genießt einen erstklassigen Ruf. Die Rebe ist bereits seit dem 11. Jahrhundert bekannt, Abstammungen aus Frankreich oder tatsächlich aus dem Piemont werden diskutiert.
Die Trauben des Dolcetto (was übersetzt "der kleine Süße" bedeutet), sind schnellreifend und stellen keine großen Ansprüche an Lage und Boden. Daher findet man die Dolcetto-Rebe vorwiegend auf eher ungünstigen Lagen im Piemont, gerne auf Schattenseiten der Weinberge.
Trotz seiner im Namen anklingenden "Süße", ist er in der Regel ein trockener Wein. Er ist wenig alkoholisch und damit all alltags zu unterschiedlichen Mahlzeiten gut zu genießen. Sein Kennzeichen ist seine wohlausgewogene Harmonie. Da er zudem sehr säurearm ist, schätzen ihn gerade WeintrinkerInnen mit empfindlichem Magen sehr. Waldfrüchte und mitunter Lakritz finden sichin seinem Bukett als dominierende Noten. Da er kein großes Alterungspotenzial hat, kann er schon als junger Wein sehr gut genossen werden.
Rebsorte: 100% Dolcetto | Alkoholgehalt: 12,5 % | Anbaugebiet: Auf einer Höhe von 370 - 400 m Meereshöhe auf kalk-tonhaltigem Boden in Ausrichtung Ost und Südost angebaut. Guyoterziehung, ca. 4.000 Reben pro Hektar, der Ertrag liegt bei ca. 80 Doppelzentner pro Hektar | Erntezeit: im September | Herstellung: Handernte, sanfte Pressung, danach für 5 - 6 Tage Fermentierung bei 26°C. In der Folge Separierung von den Trauben und abschließende Vergärung bei niedrigeren Temperaturen, um die fruchtigen Noten der Trauben herauszuarbeiten. Die Weichheit und gute Balance des Weines erfordert keine ausgesprochene Reifephasse. Schon im auf den Ernteherbst folgenden Sommer kann der Wein genossen werden | Beschreibung: Rubinrote Farbe mit violetten Reflexen; Bukett: Düfte von kleinen Waldfrüchten und frische Noten von wilden Veilchen und welkenden Rosen. Am Gaumen frisch, angenehm fruchtig, trocken. Wenig säurehaltig und angenehme Tanninstruktur; voll und harmonisch, dicht, aber dennoch schmeichenlde und samtige Konsistenz; mit einem feinen Mandelton im Abgang ausklingend | Trinktemperatur: 16 - 18° C | Gastronomische Empfehlung: Perfekt zu Pasta- und Reisgerichten, aber auch zu Antipasti, gerne auch würziger mit Hülsenfrüchten, Wurst und Fleisch. Ergänzt mittelkräftige Käse | Verschluss: Naturkorken | Vegan: ja | Enthält Sulfite
Auszeichnungen:
BIBENDA 2015: 3 Trauben
I VINI DI VERONELLI 2015: 2 Sterne
Tenuta Cucco
Serralunga d'Alba, Piemonte
"Cucco" ist ein altes Wort im Dialekt dieser Region rund um das kleine Dorf Serralunga d'Alba. Es heißt soviel wie “Hügel”. Deshalb gibt es hier auch einige Weindörfer und Güter, die "Cucco" in ihrem Namen tragen.
Piero Rossi Cairo ist heute der Verantwortliche für die “Tenimenti Rossi Cairo” genannte Dachgesellschaft mehrerer Aktivitäten der Familie. In den 1980er Jahren kaufte der Vater von Piero das Weingut LA RAIA in der Region Langhe. Es wurde auf biologischen Weinbau umgestellt, später dann auf biodynamische Wirtschaftsweise. Hinzu kamen noch eine Waldorf Schule, die von einer Tochter betrieben wird, und weitere Aktivitäten der Familie. Vor mehr als 15 Jahren kaufte die Familie dann die Tenuta Cucco, und stellte sie auf biologischen Weinbau um. Zusammen bildet dieses rund 180 Hektar umfassende Firmengebilde eine wichtige ausstrahlende Insel in der Region, um für naturverbundenes Wirtschaften im Weinbau Beispiel zu geben.

Serralunga d'Alba hat nur knapp 600 Einwohner. Auf den mitunter steilen Hügel mit optimaler Süd- und Südwestausrichtung wachsen die Nebbiolotrauben für einige der besten Baroloweine der Region. Baroloweine waren bis in die späten 1850er Jahre eher schwierige Weine. Nebbiolo treibt früh im Jahr aus und ist anfällig für Spätfröste. Außerdem setzt ihm der echte Mehltau merklich zu. Zudem reift er sehr lange aus, so dass erst Ende Oktober geerntet werden konnte. Mitunter waren die Trauben früher also zu grün, und sie kamen nicht so richtig zuende mit ihrer Fermentation, weil es nach bis zu 30 Tagen und mehr auf der Maische dann schon bald so kalt gen Jahresende wurde, dass die Hefen inaktiv wurden, und somit eine deutliche Restsüße typisch für die Baroloweine war. Ihre mächtigen Tannine machten sie zwar sehr lange lagerfähig, aber ein echtes Weinvergnügen war ihr Genuss wahrscheinlich nicht.

Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurden kontrollierte Temperaturführungen in den Weinkellern etabliert. Doch so richtig wollte es nicht vorangehen mit dem Barolo, kamen doch die Wirren der Reblausplage, dann 1. und 2. Weltkrieg. So wurde erst in den 1960er Jahren die erste DOC bewilligt, nach 1980 dann auch die DOCG. Durchgesetzt hat sich heute eine Weinbereitung, die nicht mehr auf die alten großen Holzfässer setzt, sondern auf kleine Barriques, die kontrolliert ihren Geschmack und ihre Tannine an die Weine abgeben. Barolo ist heute in der Regel ein trockener Wein mit mittlerem Alkoholgehalt, fein eingebundenen Tannine, sehr gut trinkbar. Seine Lagerdauer muss mindestens 38 Monate betragen, davon 18 Monate im Holzfass. Während dieser Lagerung wechselt seine Farbe von einem dunklen rot zu einem hellen Ziegelrot.
Datenblatt
- Länder:
- Italien
- Weinfarbe:
- rot
- Regionen:
- Piemonte
- Rebsorten rot:
- Dolcetto
- Winzernamen Italien:
- Tenuta Cucco, Piemonte

